23.02.2016

Mit einem Festakt feierte die Gesamtschule Pulheim die Übergabe des Qualitätslabels des Landesprogramms Bildung und Gesundheit in Form eines Schildes als äußeres Zeichen für die große Bedeutung, die sowohl Bildung als auch Gesundheit an dieser Schule haben.

Neben den Rednern fanden sich unter den Gästen Gabriele Busmann von der Stabsstelle Bildungsmanagement der Stadt Pulheim, Ursula Liendgens, Abteilungsleiterin Schulverwaltung im Schulverwaltungs-, Kultur- und Sportamt, Werner Theisen (CDU) als Mitglied des Pulheimer Stadtrates, das Kollegium, Schüler*innen und Elternvertreter der GEP sowie Vertreter der Presse.

Nach Begrüßungsworten von Schulleiterin Ute Wollenweber hielt die stellvertretende Schulleiterin und Verantwortliche für dieses Projekt, Donate Nau, die Hauptrede an diesem Tag. Darin betonte sie, dass Gesundheit und Bildung notwendig zusammengehörten. Denn „nur wer gerne zur Schule kommt, weil er geschätzt, gefördert und gefordert wird, kann gut lernen und gut unterrichten.“

Der Vielfalt der Schülerschaft begegne die GEP mit einem offenen Lernkonzept, das die individuellen Stärken des einzelnen in den Vordergrund stelle. Hierbei sei es wichtig, dass die Kinder Verantwortung für sich und ihr Lernen übernähmen. „Selbstständigkeit macht unabhängig, Erfolg macht stolz, beides macht Kinder stark und gesund.“

Diese Vielfalt, so Nau, müsse als Chance und Bereicherung gesehen werden. Inklusion sei angesichts der knappen personellen Ressourcen eine sehr große, fast zu große Aufgabe. Die GEP maße sich daher nicht an zu sagen: "Wir machen oder schaffen Inklusion." Sie wolle lieber sagen: "Wir stellen uns der Vielfalt." In diesem Sinne bedeute Inklusion viel mehr, als nur das Mitnehmen der Schwachen. Inklusion bedeute, „jedem die Möglichkeit zu geben, seinen eigenen Lernweg zu erkennen und zu beschreiten“.

Das gelte also auch für die Schüler*innen mit besonderen Begabungen. Denn inklusive Bildung müsse ebenso die Bedürfnisse Begabter berücksichtigen. Darauf lege die GEP ganz besonderen Wert und daher sehe das didaktische Konzept neben der Förderung eher schwacher insbesondere auch die Forderung von begabten Schüler*innen vor. Zu diesem Zweck werde die GEP wissenschaftlich begleitet von der Universität Münster und dem icbf, dem internationalen Centrum für Begabungsforschung.

Im Kern gehe es der GEP um das selbstgesteuerte Lernen. „Wir leiten Kinder mit geeigneten Instrumenten (Talentportfolio, Diagnostik, Lernberatung) dazu an, sich selber kennen zu lernen und selbstständig Entscheidungen zu treffen. […] Schüler*innen sollen die Gelegenheit erhalten, ihre Lernprozesse selbst mitgestalten zu können und eine Begleitung im selbstverantwortlichen Lernen zu erhalten.

Bildung und Gesundheit sei im Grunde eine Frage der Haltung. Nicht das Fach, sondern das Kind mit seinen ganz persönlichen Potenzialen, Eigenschaften, Vorlieben und Neigungen stehe im Mittelpunkt. „Das Kind ist ein Mensch mit vielen Eigenschaften und nicht nur ein Schüler mit Leistungsvermögen und Schwächen. Diese ressourcenorientierte Sichtweise macht Schule lebensnah, alltagstauglich und echt. Das wertschätzende Miteinander/ die Partizipation macht Kinder stark und gesund.“ Das Ziel sei es daher, „durch diesen ganzheitlichen und wertschätzenden Blick auf und mit den Kindern, ein gesundes Lern- und Arbeitsklima für Kinder und Kolleg*innen zu schaffen, in dem alle gesund, stark und zufrieden sind. Denn letztendlich machen glückliche Kinder auch Lehrer*innen glücklich.“

Abschließend betonte Frau Nau die große Bedeutung der Beratung und Unterstützung durch das Netzwerk Bildung und Gesundheit für die Umsetzung dieses Zieles. Ein Schwerpunktthema in den nächsten Jahren stelle in diesem Zusammenhang auch die Lehrergesundheit dar.

Florian Herpel, Dezernatsleiter für Schulen bei der Stadt Pulheim, hob in seiner kurzen Begrüßungsrede die besondere Leistungsbereitschaft der Gesamtschule Pulheim und ihren Mut hervor, neue Wege zu gehen.

Ulrich Porschen, Dezernent der Bezirksregierung Köln, betonte bei der anschließenden Schildübergabe die Bedeutung der Entscheidung der Gesamtschule Pulheim für eine Mitgliedschaft im Netzwerk Bildung und Gesundheit. Sabine Rörig, Koordinatorin des Landesprogramms, überreichte Frau Nau zu dem Schild auch ein großes Paket mit Materialien, um das hoch gesteckte Ziel leichter erreichen zu können. Herr Porschen und Frau Rörig betonten allerdings, dass sie die Schulleitung und das Kollegium der GEP als so engagiert erlebt hätten, dass sie sich keine Sorgen machten, dass die Schule weiterhin positiv voranschreite.

Die Reden und die Schildübergabe wurden eingerahmt von einem musikalischen Klarinettenvortrag zweier Schülerinnen des 6. Jahrgangs sowie von Entspannungs- und Auflockerungsübungen, die die Lehrerin Bianca Huch, im Sinne des Gedankens von "Bildung und Gesundheit" mit Schüler*innen beider Jahrgänge eingeübt hatte. Zum Abschluss beteiligten sich sogar die geladenen Gäste an einem Pferderennen, das nicht nur allen Beteiligten viel Spaß machte, sondern auch gut für den Kreislauf war – ganz im Sinne des Landesprogramms Bildung und Gesundheit.

Beim anschließenden Buffet, das Frau Dr. Reichert und Frau Nau gemeinsam mit dem WP-Kurs Arbeitslehre Hauswirtschaft im 6. Jahrgang sowie Schüler*innen der 6c vorbereitet hatten, wurden schließlich die Themen des Tages in lockerer Atmosphäre weiter diskutiert und zugleich viele Kontakte gepflegt.

 

Lesen Sie auch den Pressebericht zu dem Festakt ...

 

 

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